Gronau - Bei einem runden Geburtstag wird gerne mit viel Prunk und Protz
auf den Tisch gehauen. Die SG Gronau allerdings schlägt den umgekehrten
Weg ein, der deswegen nicht der schlechtere sein muss. Zum 20. Mal
veranstaltet die Gronauer Spielgemeinschaft am 6. Januar 2012 ihren weit
über Gronaus Grenzen hinweg bekannten wie beliebten Volksbank-Cup. Und
passend zum runden Geburtstag besinnen sich die Macher der Wurzeln des
Turniers.
„Ursprünglich hatte die Veranstaltung in den ersten Jahren ja den Zusatz Top
8 im Namen“, erinnert sich
SG-Vorsitzender Torsten Radau. Deswegen habe man das Teilnehmerfeld
zur 20. Auflage von zehn auf acht Mannschaften reduziert. Ebenfalls rutschte
der Volksbank-Cup 2012 im Terminkalender wie in seiner ursprünglichen Form
wieder vom Samstag- auf den Freitagabend. „Das waren zwei Komponenten, die
uns, aber auch unseren Partnern wichtig waren“, erklärt Radau. Und wenn er
von Partnern spricht, lobt der SG-Vorsitzende vor allem die
Volksbank
Gronau-Ahaus. Radau: „20 Jahre lang unterstützt sie uns nun schon.
Das ist alles nicht selbstverständlich. Und da versteht es sich von selbst,
dass man sich nach jedem Turnier auch noch ausgiebig austauscht und sich die
Frage stellt: Was kann man besser machen?“
Über die Jahre haben die Organisatoren auch immer den einen oder anderen
Ausflug gewagt, etwas Neues zu probieren. In 20 Jahren Turniergeschichte
haben sich so einige Highlights entwickelt, die dem
Volksbank-Cup seinen ganz eigenen Charme verleihen. Fußballer freuen
sich auf den Einsatz der Banden. Fans dürfen in gemütlicher Atmosphäre auch
2012 wieder in den SG-Stuben schlemmen und klönen, ohne dank der
Liveübertragung auch nur ein einziges Turniertor zu verpassen. Bei den
Mannschaften ist natürlich der Superschuss der absolute Höhepunkt, denn in
jedem Match wird 60 Sekunden lang Musik eingespielt. Erzielt ein Team dann
einen Treffer, gibt es 25 Euro Bonus für die Mannschaftskasse, andernfalls
wandert das Geld für das nächste Spiel in den Jackpot. So hatten auch immer
Außenseiter die Möglichkeit, für diesen einen Moment von sich reden zu
machen.
Nur ein Qualifikationsturnier gibt es nicht mehr. „Wir überlegen aber, ob
sich so etwas beim nächsten Mal wieder lohnt. Mal schauen, wie die
Reaktionen von Vereinen und Fans darauf ist“, hält sich
Torsten
Radau ein Hintertürchen offen.
Youri Mulder, Klaus Fischer oder Uli Stein: Lang ist die Liste an
prominenten Gästen, die dem Turnier im Laufe der 20 Jahre einen Besuch
abstatteten. An alle erinnert sich Torsten Radau gerne. „Ich möchte
eigentlich nichts herausheben. Jedes Turnier hatte seinen eigenen Reiz.“
Dann hält Radau einen Moment inne, beginnt zu schmunzeln und sagt: „Aber der
Auftritt von
Hausmeister Kalle Kaminski, der das Turnier abbrechen wollte, bleibt
unvergessen.
Vor allem, weil einer unserer zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, Horst
Zeirowski, diesen Slapstick-Auftritt für bare Münze nahm und panisch durch
die Katakomben lief.“
So hat eben jeder Volksbank-Cup seine Geschichte zu erzählen. Ganz gewiss
auch der 20. Geburtstag des SG-Hallenturniers.